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In unserem Kommunalwahlprogramm von 2014, haben wir unsere politischen Standpunkte in Bezug auf Mannheim zusammengefasst.

Mannheim ist eine Stadt der Stadtteile. Die ehemals selbständigen und dann   eingemeindeten Stadtteile verfügen meist über eine vielseitige und gut funktionierende  Struktur mit gemischter Bevölkerung. Diese Stadtteile sind in ihrem Charakter zu erhalten. Deswegen setzen wir uns für eine Stärkung der vorhandenen Nahversorgung und die Weiterentwicklung des Zentrenkonzepts ein. Versorgungsmöglichkeiten vor Ort dürfen nicht unter dem Ausbau großflächiger Einzelhandelsbetriebe an abgelegenen Standorten leiden. Es gibt jedoch auch Stadtteile, die aufgrund des gravierenden Wohnungsmangels in der Nachkriegszeit innerhalb weniger Jahre gebaut worden sind. Dabei wurde eine ausreichende soziale und kulturelle Infrastruktur nicht berücksichtigt, was heute noch ein Mangel ist. Die nachholende Strukturverbesserung der letzten Jahre wie z.B. auf der Schönau und in der Hochstätt sind dementsprechend weiter zu betreiben. Mannheim zeichnet sich durch starke soziale Segregation innerhalb und  zwischen den Stadtteilen aus. Es ist eine wesentliche Aufgabe der Stadtentwicklungspolitik, zu einer besseren sozialen Durchmischung der Stadtteile beizutragen (siehe auch Wohnungspolitik). Diese Grundsätze sind auch bei der „Jahrhundertaufgabe“ der Konversion von 500 ha ehemaliger US-Militärliegenschaften strikt zu befolgen. Unsere gesamten Forderungen zur nachhaltigen und sozialen Stadtentwicklung finden Sie in folgendem PDF 1Stadtentwicklung
Es wird immer behauptet, in Mannheim gäbe es einen Mangel an hochwertigen Wohnungen, insbesondere freistehende Einfamilienhäuser für Gutverdienende. Tatsächlich sieht es so aus, dass vor allem Wohnraum für Gering- und Normalverdienende immer mehr zur Mangelware wird. Das eigentliche Defizit, das wir in Mannheim beobachten müssen, liegt also im Fehlen von bezahlbarem Wohnraum für Singles und größere Familien. Darüber hinaus verzeichnet die Stadt einen konstanten Zuzug von Studierenden und MigrantInnen... Unsere ganzen Forderungen zum Thema "Bezahlbares Wohnen" finden Sie in folgendem PDF >> 2Gutes-bezahlbares-Wohnen-fuer-alle
DIE LINKE hat in der Amtsperiode 2009 - 2014 dafür gesorgt, dass die Grundsteuer B um 12,5% erhöht wurde. Nur 20% dieses Steueraufkommens kommt aus Mietwohnungen, der Rest von selbstnutzenden Wohnungseigentümern und von den Eigentümern großer Immobilien, von Industrie und Handel. Diese Steuererhöhung brachte in 4 Jahren ca. 25 Mio. Euro. 3Solide-auskoemmliche-Finanzierung
Armutsbekämpfung und Beschäftigungspolitik Wesentlicher Bestandteil der Armutsbekämpfung sollte in einem Sozialstaat eigentlich die Sozialhilfe sein. Durch Verquickung der Sozialhilfe mit der Arbeitslosenversicherung für Langzeitarbeitslose sorgten die Hartz-Gesetze, insbesondere „Hartz IV“, für millionenfache Verarmung erwerbstätiger und erwerbsloser Menschen. Explosionsartig nahmen Zeit- und Leiharbeitsverhältnisse zu, ein riesiger Niedriglohnsektor wurde geschaffen... Mehr in unserem PDF 4Kommunale-Beschaeftigungspolitik
Mobilität ist eine Voraussetzung für die wirtschaftliche, soziale, kulturelle, gesellschaftliche und politische Teilhabe der Menschen. Deswegen setzen wir uns für breitere  Unterstützungsangebote für alle diejenigen ein, die in ihrer Mobilität durch Behinderungen oder aufgrund ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage eingeschränkt sind. 5Mobilitaet-Voraussetzung-fuer-Teilhabe
Gesundheit ist keine Ware, die sich die einen leisten können und die anderen nicht, sondern ein Menschenrecht. Kinder, die in Armut aufwachsen, weisen als Erwachsene ein deutlich schlechteres Gesundheitsbild auf. Umgekehrt erhöht chronisch schlechte Gesundheit das Armutsrisiko. Und wer arm ist, muss früher sterben.6Gesundheit
Kommunale Klimapolitik nachhaltig, ökologisch und sozial Die MVV Energie AG sind keine Stadtwerke mehr, sondern ein überregional und europäisch tätiger Energiekonzern. Trotz Aktienanteil der Stadt von 50,1% hat der Mannheimer Gemeinderat und damit die BürgerInnen nur geringe Einflussmöglichkeiten auf die Geschäftstätigkeit. Auch der Beitrag der MVV Energie AG zur Energiewende ist eher auf niedrigem Niveau. Mit der Beteiligung am Großkraftwerk Mannheim und dem Bau des neuen großen Steinkohleblocks GKM 9 befindet sich das Unternehmen in der Sackgasse der Kohleverstromung. 7Energie
Das Leben in Mannheim bietet Vielfalt in jeglicher Art und Weise. Das macht das Lebens- und Liebenswerte an dieser Stadt aus. Gleichzeitig fühlen sich aber auch viele Menschen unwohl, wenn sie sich in bestimmten Stadtteilen, vor allem in der Innenstadt und der Neckarstadt-West, bewegen. Müll und Hundekot auf den Wegen und in den Grünflächen sowie manche bedrohlich dunklen Ecken erzeugen bei vielen Menschen ein Gefühl mangelnder Ordnung, eingeschränkter Sicherheit und Lebensqualität. In der Tat könnte hier so manches zum Besseren gewendet werden.8StadtbildSicherheit
Mannheim ist eine Stadt, die sehr reich an Kultur ist. Dies hat eine lange Tradition die erhalten, gefördert und ausgebaut werden muss. Wir denken dabei nicht alleine an die sogenannte Hochkultur, wie sie beispielsweise erfolgreich durch das Vierspartenhaus Nationaltheater, die Kunsthalle und die REM repräsentiert wird. Auch die freie Szene, bestehend aus zahlreichen freien Theatern, bildenden Künstlerinnen und Künstlern, Musikerinnen und Musikern wollen wir fördern.9KulturfuerAlle
In Mannheim gibt es inzwischen eine gute Tradition, den alten und neuen Nazis über alle Partei- und politische Färbungsgrenzen hinweg geschlossen entgegenzutreten. DIE LINKE befürwortet diese wirksame Vorgehensweise. Wir unterstützen das Bündnis „Mannheim gegen Rechts“ und dessen weitere finanzielle Förderung durch die Stadt. 10. Internationalismus&Faschismus
Frauen stellen über 50% der Bevölkerung. Trotzdem haben sie lange noch nicht die gleichen Chancen auf gesellschaftliche und finanzielle Teilhabe wie Männer.11. Frauen
Bildung und Ausbildung für Alle! Bildung ist ein Menschenrecht. Alle haben Anspruch auf Bildung, unabhängig von „dem Bett, in dem sie geboren“ sind, unabhängig von ihrer ethnischen und religiösen Herkunft, unabhängig auch von einer Behinderung. 12Bildungsgerechtigkeit
Wie solidarisch eine Gesellschaft ist,  lässt sich immer auch an den Chancen und Möglichkeiten beurteilen, die alle Kinder haben, unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern. Insbesondere, da Kinder in ihren Entwicklungsmöglichkeiten maßgeblich von ihrem sozialen Umfeld abhängen.13Kinder
Kostenloses Metropolticket für Kinder und Jugendliche DIE LINKE Mannheim fordert mittelfristig ein kostenloses „Metropolticket“ für Kinder und Jugendliche, das zur freien Fahrt ab 18:00 Uhr und am Wochenende ganztägig berechtigt. 14Jungend
DIE LINKE Mannheim streitet seit jeher für eine barrierefreie Gesellschaft, an der alle Menschen teilnehmen können. Hürden eröffnen sich überall. Sei es im Verkehr und in den Gebäuden oder in den Köpfen. Wir wollen diese Schranken einreißen, damit alle Menschen am Mannheimer Stadtleben teilhaben können.15Selbstbestimmte-Behindertenpolitik
DIE LINKE Mannheim befürwortet den neuen Bildungsplan der Landesregierung, in dem auch über gleichgeschlechtliche Lebensformen gelehrt wird. Da dieser Bildungsplan für ganz Baden-Württemberg gilt, sich aber die Regionen zum Teil deutlich unterscheiden, gilt es für die Mannheimer Schulen auf die Besonderheiten der Lebensweisen in einer Großstadt einzugehen.16Queer
DIE LINKE Mannheim setzt sich für ein solidarisches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe und Religionszugehörigkeit in Mannheim ein. Wir stehen für eine offene Migrations- und Integrationspolitik und engagieren uns für die Stärkung der Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen. Rassismus und soziale Ausgrenzung führen zu Konflikten  innerhalb der Gesellschaft und erschweren den Flüchtlingen und Migrantinnen und Migranten das Leben.17Solidarisches-und-gleichberechtigtes

Mannheim für alle – dafür setzten wir uns im Gemeinderat ein. Dazu müssen wir stärker werden. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass alle Menschen in Mannheim gut wohnen können, dass sie gleiche Bildungschancen bekommen, dass alle in vielfältiger Weise am kulturellen, sportlichen, gesellschaftlichen und politischen Leben teilhaben können
– auch wenn sie nur über geringe Einkommen verfügen oder mit Behinderungen leben.
Wir wollen, dass junge Menschen sich frei entwickeln und dass betagte Menschen in Würde ihren letzten Lebensabschnitt leben können. Mannheim hat eine „bunt zusammengewürfelte“ Bevölkerung aus vielen Herkunftsländern weltweit. Das ist kein Problem, sondern eine Stärke. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass alle Menschen respektvoll und friedlich miteinander umgehen.
Deswegen heißt es immer auch: aus der Vergangenheit lernen.

Alten und neuen Nazis darf die Stadtgesellschaft in Mannheim keinen Platz einräumen. Sie bekämpfen die unteilbaren Menschenrechte und gefährden durch Hetze das Zusammenleben. Es ist uns wichtig, dass in allen grundsätzlichen Fragen der Stadt wie auch der Entwicklung in den unterschiedlichen Quartieren die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Den Einsatz für ein soziales Mannheim verbinden wir mit dem Streben nach dem sozial-ökologischen Umbau. All dies ist nur erreichbar, wenn das Gemeinwesen Mannheim genügend Finanzmittel zur Verfügung hat, transparent arbeitet und die öffentlichen Einrichtungen unter demokratischer Kontrolle bleiben bzw. zurückgeholt werden.
Mannheim für alle setzt eine solidarische Stadt voraus.
Das ist unser Leitbild.