26 Okt

Voraussetzung für Teilhabe und Chancengleichheit ist ein guter Bildungszugang

Teilhabe an der Gesellschaft beginnt bereits in der frühkindlichen Bildung. Gerade Familien mit geringem Einkommen können ihren Kindern mit ihren begrenzten Finanzmitteln nicht die gleichen Bildungs- und Förderungsmöglichkeiten zukommen zu lassen. Hier wird den Kindern von Anfang an gleiche Chance und Teilhabe verweigert. Mehr als jedes fünfte Kind wächst armutsgefährdet auf – Tendenz steigend. Oft verbleiben die Kinder über längere Zeiträume in Armut, wie neuere Erhebungen belegen. Besonders Kinder mit Migrationshintergrund werden hier benachteiligt.

Keine Bundesregierung in den letzten zwei Jahrzehnten hat hier etwas verändert. Wer also von Chancengleichheit spricht, darf von Kinderarmut nicht schweigen! Die Voraussetzung für Teilhabe und Chancengleichheit ist ein guter Bildungszugang. Ich setze mich deswegen für kostenfreie Bildung ein, und zwar von Anfang an. Bildung ist ein Menschenrecht und nach wie vor maßgeblich von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängig. Wer es also ernst meint damit, Kinderarmut bekämpfen zu wollen, muss als ersten Schritt die frühkindliche Bildung allen zugänglichen machen. Es wird höchste Zeit, dass die Landesregierung das versprochene kostenfreie Kita-Jahr umsetzt.

Als Stadträtin für DIE LINKE in Mannheim setze ich mich für eine finanzielle Entlastung der Eltern ein, als Abgeordnete im Bundestag streite ich für eine komplette Gebührenfreiheit in der Bildung – von der Kita bis zur Erwachsenenfortbildung! DIE LINKE will eine eigenständige Kindergrundsicherung einführen und das Kindergeld so erhöhen, dass gerade die unteren Einkommensschichten davon profitieren. Kinderarmut ist aber immer auch Elternarmut. Statt den Rüstungsetat immer weiter zu erhöhen brauchen wir Investitionen in die Bildung, in gute Arbeit und bezahlbaren Wohnraum.